Arbeitskreis Coronavirus

Zahlreiche Studierende sind mit Fragen, Ideen und Anregungen an uns herangetreten, die die Gestaltung des Sommersemesters 2020 betreffen. Auf Grundlage dessen hat sich der Arbeitskreis Coronavirus konstituiert. Dieser versteht sich als themenbezogenes Bindeglied zwischen Lehrkörper und Studierendenschaft. Der Arbeitskreis Coronavirus hat die verschiedenen Vorschläge und Ideen für ein „digitales Semester“ zusammengestellt. Die entsprechenden Positionspapiere sind unten auf dieser Seite zu finden. Wir hoffen, damit einen Beitrag zu einer erfolgreichen Gestaltung des kommenden Semesters im Sinne aller Beteiligten zu leisten.


Mitglieder des Arbeitskreises

  • Evin Akrawi
  • Jana Hamm
  • Christopher Joch
  • Grazia Patrizia Lacalamita
  • Sophie-Marie Otto
  • Valeryia Schulz
  • Timon Sprute

Studium und Lehre in Zeiten der Krise (31.03.2020)

Vorschläge für ein „digitales Sommersemester“ des Arbeitskreises Coronavirus der Fachschaft Jura Bielefeld

Nach aktuellem Stand wird das Sommersemester 2020 kein Präsenz-semester. Stattdessen sollen Lehrangebote digitalisiert werden. Innerhalb der Studierendenschaft wurde positiv aufgenommen, dass einige Lehrende bereits ausführlich kommuniziert haben, wie das persönliche Lehrangebot im kommenden Semester aussehen wird. Dies ist jedoch nicht auf alle Lehrenden zutreffend, zudem ist insgesamt keine einheitliche Handhabung zu erkennen.

  • Wir setzen uns dafür ein, dass für alle im Sommersemester angebotenen Lehrveranstaltungen ein umfangreiches digitales Angebot zur Verfügung gestellt wird. Hierbei muss es sich aus Sicht der Studierenden um „vollwertige Lehrveranstaltungen“ handeln, die über das bisher übliche digitale Angebot in den Lehnräumen hinausgehen.

Uns Studierenden ist es besonders wichtig, den Stoff in der gewohnten Form vermittelt zu bekommen. Dabei sollte es auch die Möglichkeit für Nachfragen und einer interaktiven Teilnahme geben.

  • Wir schlagen hierzu vor, die Vorlesungen zu den gewohnten Zeiten zu streamen (z.B. über die Software „Zoom“). Alternativ wäre eine Vorlesung in Form eines Podcast über „Panopto“ möglich. Dies hätte den Vorteil, dass Lehrende bzgl. des Aufnehmens und Studierende bzgl. des Abspielens nicht an bestimmte Zeiten gebunden sind.
  • Tutorials sollten grundsätzlich per Livestream erfolgen, sofern Präsenzveranstaltungen nicht möglich sind. Da die Tutorials von der interaktiven Teilnahme der Studierenden leben, halten wir eine andere Form der Stoffvermittlung für ausgeschlossen. Zudem bieten Tutorials per Livestream die Möglichkeit, Fragen, die beispielsweise beim Hören des Vorlesungspodcast aufgekommen sind, direkt an die Lehrenden zu stellen.

Positiv ist hervorzuheben, dass durch das gegenwärtige Angebot der Universitätsbibliothek ein Selbststudium zu Hause möglich gemacht wird.

  • Wir bitten die Fakultät, sich dafür einzusetzen, dass die gegenwärtigen Ausleihbedingungen und besondere Angebote (z.B. Zugang zu Beck Online über VPN) so lang beibehalten werden, bis die Bibliothek wieder vollumfänglich „wie gewohnt“ genutzt werden kann. Hierdurch würde dauerhaft die Möglichkeit eines Studiums im Home-Office sichergestellt.

Der Arbeitskreis Coronavirus wird auch weiterhin Anregungen aus der Studierendenschaft entgegennehmen und diese zusammengefasst an die Fakultät herantragen.

 

Bielefeld, 31. März 2020

Arbeitskreis Coronavirus der Fachschaft Jura Bielefeld


Prüfungen in Zeiten von COVID-19 (02.04.2020)

Gedanken zu universitären Prüfungen in Krisenzeiten des Arbeitskreises Coronavirus der Fachschaft Jura Bielefeld

Nachdem in den vergangenen Wochen viele Studierende mit Sorge auf die noch ausstehenden Nachprüfungen geblickt haben, freuen wir uns umso mehr über die heute (02.04.2020) kommunizierten Entscheidungen des Prüfungsausschusses.

Das gewählte Modell einer zehnstündigen Hausaufgabe als Ersatzleistung begrüßen wir im Hinblick auf die gegenwärtige allgemeine Situation. Da es sich hierbei um eine völlige Neuerung handelt, kann über Erfolg oder Misserfolg dieses Modells erst im Nachhinein entschieden werden.

  • Wir fordern das Studiendekanat und den Prüfungsausschuss dazu auf, nach Beendigung der Nachprüfungen das gewählte Modell ausführlich zu evaluieren. Hierbei sind insbesondere die betroffenen Studierenden einzubeziehen, z.B. in Form einer Umfrage. Dabei sollten auch die Bedenken miteinfließen, welche sich im Hinblick auf die Eigenständigkeit der Prüfungsleistung ergeben, aber auch – und noch viel gewichtiger – dahingehend, dass ggf. nicht alle Studierenden über eine geeignete Infrastruktur verfügen (z.B. uneingeschränkter Internetzugang, rundum funktionsfähiger eigener Computer) und manche auch nicht finanziell in der Lage sind, sich kurzfristig neue Hardware zu beschaffen.

Die zuletzt genannten Bedenken zeigen, dass das Modell eine Ausnahme sein muss. Es ist keine Möglichkeit, Semesterabschlussklausuren in ihrer bisherigen Form adäquat zu ersetzen.

  • Wir fordern die Fakultät daher auf, Wege zu finden, die Klausuren im Juli als Präsenzklausuren abhalten zu können. Dies gilt selbstverständlich nur für den Fall, dass die gegenwärtigen Beschränkungen wieder gelockert bzw. aufgehoben wurden. Wir sehen es als grundsätzlich machbar an, die empfohlenen Abstandsregelungen auch in Präsenzklausuren einzuhalten.

Die Dynamik der Corona-Krise und die ständigen, teils unvorhersehbaren Entwicklungen zwingen uns alle zur Planung auf „kurze Sicht“. Daher halten wir es für sinnvoll, in Bezug auf Entscheidungen betreffend die Semesterabschlussklausuren erst einmal abzuwarten.

Dennoch sollte bereits jetzt ein möglicher Plan B erarbeitet werden, falls die Klausuren nicht wie gewohnt stattfinden können. Dabei bitten wir um offene Kommunikation, damit wir Studierende nicht das Gefühl bekommen, bei derart gewichtigen Entscheidungen außen vor zu sein. Auf alle Fälle sollte ein studentischer Protest – vergleichbar mit dem gegen die neue StudPrO auf Facebook im vergangenen Sommer – vermieden werden. Dies führt auch zu mehr Akzeptanz innerhalb der Studierendenschaft.

 

Bielefeld, 02. April 2020

Arbeitskreis Coronavirus der Fachschaft Jura Bielefeld


E-Mail an die Studierenden (09.04.2020)
 
Liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen,

die aktuelle Krise stellt uns alle vor neue Herausforderungen. Hierzu haben wir von Euch in den vergangenen Tagen und Wochen viele Fragen, aber auch Anregungen und Ideen erhalten. Diese beziehen sich insbesondere auf die Digitalisierung des kommenden Semesters und die Lehrveranstaltungen.
 
Diesbezüglich stehen wir im regen Austausch mit dem Studiendekan. Die Ergebnisse der Gespräche der letzten Tage wollen wir hiermit einmal für Euch zusammenfassen, damit Ihr Euch auf das Semester einstellen könnt und auf dem aktuellen Stand seid:
 
- Die aktuelle Linie der Fakultät richtet sich ganz nach den Beschlüsse und Verordnungen des Landes und hat zur Absicht, dass sich so wenig Menschen wie möglich an einem Ort versammeln.  Das bedeutet ganz konkret, dass so wenig Leute wie eben möglich auf dem Campus versammelt sein sollen und daher Beratungsstellen vor Ort erst einmal geschlossen bleiben und ihren Service soweit wie möglich digitalisieren. Deshalb bieten alle Beratungsstellen der Universität und Fakultät ihre Dienste aktuell nur online und nicht persönlich an. Bei einem Anliegen wendet Euch also entsprechend per E-Mail an die Beratungsstellen. Hierbei bitten wir Euch um Geduld, da es aufgrund der vielen Anfragen momentan nicht möglich ist, alles direkt zu beantworten.
 
- Es werden vorerst keine Präsenzveranstaltungen stattfinden. Die Lehrveranstaltungen werden jedoch in digitalisierter Form angeboten. Die meisten Lehrenden haben hierzu bereits einen "Zoom"-Zugang erhalten. Grundsätzlich obliegt die Entscheidung, auf welche Art und Weise die Lehrveranstaltungen durchgeführt werden, jedoch dem jeweiligen Lehrenden, sodass auch andere digitale Formate (Podcast, ausführliche schriftliche Materialien) möglich sind. Natürlich ist allen Beteiligten bewusst, dass das System der Lehre, wie wir es kennen, nicht eins-zu-eins digitalisiert werden kann. Dies hat zur Folge, dass keine „vollwertige Lehre“ gewährleistet werden kann, da diese die persönliche Anwesenheit von Studierenden und Lehrenden voraussetzt. Es bemühen sich jedoch alle, ein möglichst umfangreiches Lehrprogramm inklusive live gestreamter Tutorials anzubieten. Das Ziel ist, in jedem Fall die Form der Lehre, gerade in Bezug auf Uhrzeiten und Struktur, beizubehalten und allen Studierenden trotz der Widrigkeiten ein möglichst unbeschwerliches Semester bieten zu können.
 
- Für die Erstsemester wird es in diesem Semester ein besonderes Angebot geben, das einen guten Start ins Studium gewährleisten soll. Hierzu werden die Studienanfängerinnen und Studienanfänger gesondert informiert.
 
Wir hoffen, Euch hiermit einen groben Überblick über den aktuellen Planungsstand gegeben zu haben. Solltet Ihr weitere Denkanstöße haben, könnt Ihr Euch jederzeit an den Arbeitskreis Coronavirus der Fachschaft Jura wenden. Wir setzen uns dafür ein, dass trotz der Widrigkeiten alle am Ende auf ein gelungenes Semester blicken können. 
 
Weitere Informationen erhaltet Ihr durchgehend aktualisiert auf unserer Website (www.jura-fachschaft.de/coronavirus) und auf unseren Social Media-Kanälen.
 
Wir danken Euch für eure Geduld und euer Verständnis. Wir wünschen Euch schöne Ostertage, bleibt gesund!
 
Viele Grüße,
Euer Arbeitskreis Coronavirus

E-Mail an die Studierenden (21.04.2020)
 
Liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen,
 
wir, der Arbeitskreis Coronavirus der Fachschaft Jura, haben für Euch im Folgenden noch einmal den aktuellen Stand zusammengefasst:
 
  • Weiterhin sind alle Beratungsstellen vor Ort geschlossen. Dafür bieten diese ihre Dienste online, heißt über Telefon oder Mail, an.
  • Momentan wird an einer kontaktlosen Rückgabe, der im Wintersemester geschriebenen Klausuren, gearbeitet. Die Remonstrationszeiträume beginnen erst, sobald eine Rückgabe stattgefunden hat.
  • Da unser Büro geschlossen ist, können wir Alt-Klausuren aus dem Klausurenpool zur Zeit nicht herausgeben. Um Euch diese dennoch zur Verfügung zu stellen, arbeiten wir zusammen mit den Professorinnen und Professoren an einer digitalen Variante.
  • Die diesjährige JURAcon in Frankfurt fällt aus.
  • Ähnlich ergeht es vielen unserer Veranstaltungen. Alle Vorträge, Exkursionen und die JVA-Besichtigungen werden vorerst für dieses Semester abgesagt. Wenn sich die Situation beruhigt, werden wir natürlich wieder Veranstaltungen anbieten. Aktuell arbeiten wir an einer digitalen Version der Vorträge.
  • Ob unsere geplanten Sportveranstaltungen, wie zum Beispiel das Fußballturnier, stattfinden werden, ist noch unklar. Gleiches gilt für den Bücherbazar und andere Veranstaltungen.
  • Die Semesterpartys können momentan nicht stattfinden.
  • Die Universität hat zudem für jeden Studierenden eine Zoom-Zugang eingerichtet. Über diesen könnt Ihr z.B. eure Lerngruppen weiterführen. Unter dem Folgenden Link findet Ihr alle Informationen bezüglich der Nutzung von Zoom: https://www.uni-bielefeld.de/einrichtungen/zll/elearningmedien/lernplattformen/zoom/index.xml
  • Zwar ist die Uni-Bibliothek für euch weiterhin zumindest eingeschränkt geöffnet, jedoch sind die Lesesäle geschlossen. Daher empfiehlt sich die Arbeit von Zuhause aus über eine VPN-Verbindung. Weitere Informationen dazu findet Ihr unter: https://www.ub.uni-bielefeld.de/ub/learn/shibboleth_vpn/
  • Um die Erstis bei diesem ungewöhnlichen Semester zu unterstützen, werden diese in kleineren Gruppen von richtig einsteigen, den Professorinnen und Professoren und der Fachschaft Jura begleitet.
  • Wie die Aufsichtsarbeiten am Ende dieses Semesters aussehen werden, kann zur Zeit noch nicht beantwortet werden. Wir bitten euch, besonders beim Thema Prüfungen noch etwas Geduld zu haben. Sobald neue Informationen diesbezüglich vorliegen, werdet Ihr informiert.
  • Die aktuellsten Informationen zur staatlichen Pflichtfachprüfung findet Ihr unter: https://www.olg-hamm.nrw.de/aufgaben/justizpruefungsamt/index.php
 
Die Situation ist sicherlich für viele nicht einfach. Dennoch sind wir überzeugt, dass unsere Universität mit dem eingeschlagenen Weg diese Krise bestmöglich bewältigt. Daher gebührt unser Dank allen Universitätsmitarbeiten und -mitarbeiterinnen, die alles am Laufen halten. Besonderen Dank gilt den Lehrenden, die die Lehre sofort auf digitale Formate umgestellt haben.
 
Wir hoffen, Euch einen Überblick über den aktuellen Stand gegeben zu haben. Sollten noch Fragen bestehen, könnt Ihr diese gerne per Mail an uns richten. Weitere Informationen erhaltet Ihr durchgehend aktualisiert auf unserer Website (www.jura-fachschaft.de/coronavirus) und auf unseren Social Media-Kanälen.
 
Viele Grüße,
Euer Arbeitskreis Coronavirus
 
Evin Akrawi, Jana Hamm, Christopher Joch, Grazia Patrizia Lacalamita, Sophie-Marie Otto, Valeryia Schulz, Timon Sprute
© 2017 Fakultät für Rechtswissenschaft » geändert 20.04.2020 von Christopher Joch

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