Soldan Moot Court 2014

 

Fakultät für Rechtswissenschaft nimmt erfolgreich am Moot Court teil

 

Vom 9. bis 11. Oktober fand in Hannover zum zweiten Mal der Soldan Moot Court zur anwaltlichen Berufspraxis statt. Die Fakultät für Rechtswissenschaft war mit zwei Teams vor Ort vertreten, wovon es einem gelang den Preis des Deutschen Anwaltvereins für die beste Beklagtenschrift zu gewinnen.

Moot Courts sind simulierte Gerichtsverhandlungen, die Jura-Studenten unter Wettbewerbsbedingungen juristische Arbeitsweisen und praktische Erfahrungen vermitteln sollen. International bereits eine etablierte Größe in der juristischen Ausbildung, steckt das Moot-Court-Wesen in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Um dem entgegenzuwirken richtete das Institut für Prozess- und Anwaltsrecht (IPA) der Leibniz-Universität Hannover unter Leitung von Prof. Dr. Christian Wolf zum zweiten Mal den Soldan Moot Court zum anwaltlichen Berufsrecht aus. Für die Teilnehmer stellten sich herausfordernde Fragen zum Verhältnis von Mandant und Anwalt.

Diese Fragestellungen wurden anhand einer fiktiven Fallakte bearbeitet, die sich in diesem Jahr mit dem anwaltlichen Haftungsrecht beschäftigte. Die Teilnehmer hatten zunächst im Juli/August Zeit, sich in den Fall und die aufgeworfenen Probleme einzuarbeiten und sodann eine Klageschrift zu erstellen. Anfang September erhielten die Teams dann jeweils die Klageschrift einer anderen Gruppe, auf die es zu erwidern galt. Nach Durchführung des schriftlichen Vorverfahrens trafen sich die 16 teilnehmenden Teams schließlich am zweiten Oktoberwochenende in Hannover, um, begleitet von einem spannenden und abwechslungsreichen Rahmenprogramm, die Probleme des Falles in simulierten Gerichtsverhandlungen zu erörtern. Diese Verhandlungen wurden jeweils von einem Praktiker geleitet und von zwei Juroren bewertet. Obwohl es sich bei dem Soldan Moot um einen noch jungen Wettbewerb handelt, konnten die Organisatoren für diese Aufgabe renommierte Juristen aus dem ganzen Bundesgebiet gewinnen, so kamen aus Karlsruhe Prof. Dr. Reinhard Gaier (RiBVerfG), Prof. Dr. Johanna Schmidt-Räntsch (RiBGH) und Prof. Dr. Volkert Vorwerk (Rechtsanwalt beim BGH).

Eingeleitet wurde das Wochenende mit der 2. Hannoverschen Anwaltskonferenz, bei der die Probleme des Falles von einem hochkarätigen Podium unter Leitung von Tobias Freudenberg, Schriftleiter der NJW, diskutiert wurden. Abends hatten die Teilnehmer jeweils Gelegenheit, sich bei Empfängen des Anwalts- und Notarvereins Hannover und der Bundesrechtsanwaltskammer gegenseitig kennenzulernen.

Beide Teams wurden von der Fakultät für Rechtswissenschaft unterstützt und von Prof. Dr. Frank Weiler bzw. Prof. Dr. Susanne Hähnchen betreut. Die anwaltliche Perspektive in der Betreuung wurde von Rechtsanwalt Dr. Sebastian Meyer (BRANDI Rechtsanwälte) und Rechtsanwältin Alexandra Solos-Schepetina vermittelt. Dem von Prof. Dr. Weiler und Dr. Meyer betreuten Team gelang es, den Preis des Deutschen Anwaltsvereins für den besten Beklagtenschriftsatz zu gewinnen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Bielefeld sind sich einig, dass es sich bei derartigen Wettbewerben um eine großartige Gelegenheit handelt, etwas „Praxisluft“ zu schnuppern und die theoretische Seite des Studiums zu flankieren. „Wir hoffen, dass es der Fakultät gelingt auch nächstes Jahr wieder zwei starke Teams ins Rennen zu schicken und damit an den diesjährigen Erfolg anzuknüpfen“, so Teilnehmer Stefan Möbuß.

Insgesamt nahmen für die Universität Bielefeld teil:

Team Bielefeld I: Markus Hunkenschröder, Philipp Lerch, Hans Christian Lüer, Jan-Peter Möhle, Sabrina Mokulys und Daniel Steiner. Die Betreuung erfolgte durch: Prof. Dr. Frank Weiler und RA Dr. Sebastian Meyer

Team Bielefeld II: Sarah Anja Bohnke, Jan-Hendrik Haus, Sophia Graefe und Stefan Möbuß. Die Betreuung erfolgte durch Prof. Dr. Susanne Hähnchen und RA Alexandra Solos-Schepetina.

Teilnehmer beider Bielefelder Teams, mit den Betreuerinnen des Teams „Bielefeld II“, Prof. Dr. Susanne Hähnchen und RA Alexandra Solos-Schepetina (v.l.).

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