Vorwort
Die Austragung von Konflikten im Prozess führt trotz hohen Aufwands häufig zu Ergebnis-sen, die keine der streitenden Parteien befriedigen. Diese Erkenntnis hat sich mehr und mehr durchgesetzt. Die Anwaltschaft pocht zu Recht darauf, dass außergerichtliche Streitbeilegung ihre ureigene Sache ist. Allerdings wird das nötige Instrumentarium weder in die Wiege gelegt noch in der Juristenausbildung vermittelt. Die Mediation hat sich als kooperative Konfliktlösungsmethode herausgebildet, bei welcher die Parteien in strukturierten Verhandlungen mit Unterstützung eines neutralen Dritten einvernehmliche Regelungen finden. Auch der Gesetzgeber hat sich der Mediation inzwischen angenommen.
Die Handlungskonzepte und das erforderliche Fachwissen bieten wir seit 2003 im Beruf stehenden Juristinnen und Juristen an, wobei die Universität Bielefeld mit dem Europäischen Institut für Conflict Management e.V. (eucon), München, zusammenarbeitet.
Unsere Ausbildung umfasst sieben Einheiten mit insgesamt 160 Stunden. Sie orientiert sich an den im Gesetzentwurf für den „zertifizierten Mediator“ vorgesehenen Anforderungen.
Verteilt werden die Ausbildungseinheiten auf sechs Termine (Beginn Di. - Sa., sonst jeweils Do. - Sa.) im Zeitraum vom September bis Dezember. Der erfolgreiche Abschluss führt zu einem von der Universität Bielefeld gemeinsam mit eucon vergebenen Zertifikat. Ein Blick auf das Programm zeigt bereits, dass zahlreiche Ausbildungsinhalte nicht nur in Mediationsverfahren, sondern allenthalben im Anwaltsalltag von Nutzen sind (Kommunikationstechniken, Verhandlungsführung etc.).
Prof. Dr. Fritz Jost
Institut für Anwalts- und Notarrecht
Universität Bielefeld



können Sie sich ab sofort für die Mediationsausbildung 2012 anmelden.